Was tut man bei Schimmelbefall im Haus?

Schimmelpilze kommen überall in der Umwelt vor. In Wohnungen sind sie unerwünscht. Massiver Schimmelbefall dort kann zu Reizerscheinungen  im Atemwegsbereich und zu allergischen Reaktionen führen. Schimmel  gehört also eindeutig nicht in die Wohnung. Ursache ist immer erhöhte  Feuchte. Im Ratgeber finden Sie weitere Informationen.

Ursachen der Schimmelbildung

Schimmelpilze sind ein natürlicher Teil unserer belebten Umwelt. Ihre Sporen sind fast überall zu finden, also auch in Innenräumen. Sie sind normalerweise harmlos. Übersteigt allerdings die Schimmelpilzkonzentration ein bestimmtes Maß, kann es zu gesundheitlichen Problemen für die Bewohner kommen. Schimmelpilze benötigen zum Wachsen viel Feuchtigkeit. Ursachen erhöhter Feuchte innerhalb von Gebäuden können sein:

  1. Direkter Eintrag von Feuchtigkeit zum Beispiel über:
    • defekte Dächer (insbesondere Flachdächer)
    • Dachrinnen und Fallrohre
    • Risse im Mauerwerk
    • ungenügendes Austrocknen nach Baumaßnahmen
    • Wassereintritt infolge Rohrbrüchen
    • Überschwemmungskatastrophen etc.
  2. Unzureichende Abfuhr erhöhter Raumluftfeuchte durch:
    • unsachgemäßes Heizen und Lüften, insbesondere in „luftdichten“ Gebäuden
    • Kondensation (Tauwasserbildung) von Luftfeuchte im Bereich von „kalten“ Wänden, die wegen unzureichender Wärmedämmung in manchen Altbauten ein Problem darstellen.
    • Baufehler wie Wärmebrücken führen ebenfalls in Neu- und Altbauten zur Wasserdampfkondensation entlang der Bauschadensbereiche. Die Aufstellung zeigt, dass neben baulichen und bauphysikalischen Mängeln, auch die Bewohnerinnen und Bewohner zu erhöhter Feuchte im Gebäude beitragen.
    • Unsachgemäßes Lüften in Verbindung mit Tätigkeiten, bei denen viel Feuchtigkeit entsteht (Duschen, Kochen, Wäschetrocknen, Betrieb großer Aquarien etc.), kann die Feuchtigkeit im Gebäude über das erträgliche Maß hinaus erhöhen. Dies wird vor allem dann ein Problem, wenn die Gebäude aus Energiespargründen aufwändig abgedichtet wurden.

 

Jeder kann die Feuchtigkeit in seiner Wohnung selbst prüfen. Bereits einfache Feuchtigkeitsmessgeräte (Hygrometer) geben eine Orientierung über die relative Luftfeuchtigkeit im Raum. Sie sollte auf  Dauer 65 – 70 % in der Raumluft (im  Winter eher weniger) und unmittelbar entlang von Wandoberflächen 80 % nicht

überschreiten, um die Gefahr von Schimmelpilzwachstum zu verringern. Feuchtigkeit in der Wohnung ist eine Ursache für Schimmel
Durch erhöhte Dichtigkeit der Fenster etc. bei aufwändig sanierten Gebäuden wird der natürliche Luftaustausch mit der  Umgebungsluft reduziert. Die im Gebäude entstehende Feuchtigkeit muss dann durch verstärktes Lüften abtransportiert werden. Erst am Anfang steht in diesem Zusammenhang der Einbau mechanischer Belüftungssysteme, also technischer Anlagen, die fortwährend einen genügenden Luftaustausch gewährleisten sollen, ohne dass während der Heizperiode dabei vermehrt Heizenergie durch Lüften verloren geht.