Wie entsteht eigentlich der Schimmel

Oftmals entsteht Schimmel in bewohnten Räumen, wie zum Beispiel Wohn- oder Schlafzimmern aber auch in Kellern. Um die Ursachen für diese Schimmelbildung zu verstehen, muss man die entscheidenden Faktoren kennen. Je nach Vorhandensein dieser Hauptfaktoren ist auch die Wachstumsgeschwindigkeit der unterschiedlichen Schimmelarten variabel.

Bei idealen Bedingungen ist das Wachstum und die Verbreitung sehr ausgeprägt, wohingegen bei ungünstigen Bedingungen das Wachstum ganz zum Erliegen kommen kann. Besonders gefährdet sind daher Räume und Bauteile, bei denen verstärkt Feuchtigkeit auftritt, eine unzureichende Lüftung herrscht oder eine schlechte Wärmedämmung vorhanden ist.

Ursachen für die Schimmelbildung

  1. Feuchtigkeit & Temperatur 

    Feuchtigkeit dient Schimmelsporen als Keimgrundlage und fördert das Wachstum von Mikroorganismen: Ohne Feuchtigkeit keine Schimmelbildung. Neben der Feuchtigkeit müssen über einen bestimmten Zeitraum ebenfalls gewisse Temperaturen vorliegen, damit Schimmelpilzsporen auskeimen und sich ein Myzel bilden bzw. wachsen kann. Entscheidend ist dabei die relative Luftfeuchte: Bei hohen Temperaturen nimmt die Raumluft mehr Feuchtigkeit auf als bei niedrigen Temperaturen.Trifft aber zum Beispiel warme, feuchte Luft auf ein schlecht gedämmtes, kaltes Bauteil kann es zur Kondensation kommen – die häufigste Ursache für Schimmelbildung in Wohn- oder Schlafzimmern. Wenn die Feuchtigkeit nicht schnell durch gute Belüftung entfernt werden kann, sollte man die Wände professionell trocknen.

  2. pH-Wert & Nährstoffe 

    Viele beliebte Baustoffe mit niedrigen pHWerten, wie zum Beispiel Raufasertapeten, bieten eine nährstoffreiche Grundlage zur Entstehung und Entwicklung von Schimmel. Schimmelpilze wachsen überwiegend bei pHWerten von 3 – 9. Die meisten Baustoffe besitzen einen pH-Wert von 5 – 8 und bieten so eine ideale Nahrungsgrundlage.

Wie können schimmelgefährdete Wände nachhaltig geschützt werden?

Ein effektives System zur Schimmelvermeidung sollte also im Wesentlichen die Faktoren Feuchtigkeit, Temperatur und pH-Wert (bzw. Nährstoffe) einbeziehen. Ein Grundsatz für die Schimmelbekämpfung ist der Abtransport von Luftfeuchte durch regelmäßiges Lüften. Ein Anti-Schimmelsystem muss aber darüber hinaus dazu in der Lage sein, Feuchtigkeit in Spitzenzeiten aufzunehmen, zu
speichern und erst bei Bedarf, also sinkender Luftfeuchtigkeit, wieder abzugeben.

Eine solide Wärmedämmung kann dabei helfen, die Schimmelbildungsgefahr signifikant zu senken. Gerade die Vermeidung von Wärmebrücken verringert die Entstehung von Kondensationsfeuchte und entzieht den Schimmelsporen die Nahrungsgrundlage. Eine hohe Alkalität und eine geringe Feuchtigkeitsaufnahme des verwendeten Baustoffes entziehen Schimmel jegliche Nährstoffgrundlage und verhindern die unerwünschte Entstehung von Schimmelsporen.

Die häufigste Ursache für Schimmelpilzbildung ist aufsteigende Feuchte

Für die nachhaltige Schimmelsanierung eines Mauerwerks ist es immer wichtig, möglichst alle Feuchtigkeitsquellen innen und außen zu erkennen und zu beseitigen. Vor der Aufnahme jeglicher Instandsetzungsarbeiten sollte deshalb immer ein Spezialist zu Rate gezogen werden, der verschiedenartige Ursachen erkennt und Gegenmaßnahmen vorschlagen kann. Aufsteigende Feuchtigkeit gehört mit zu den am häufigsten anzutreffenden Schäden im Mauerwerk. Hierbei findet ein kontinuierlicher Flüssigkeitstransport durch die Kapillaren des Mauerwerks entgegen der Schwerkraft statt.

Die daraus resultierende Durchfeuchtung des Mauerwerkes sorgt nicht nur für unschöne Farb- und Putzablösungen sondern bietet auch einen idealen Nährboden für die Entstehung von Schimmel. Ein innovatives und seit über 25 Jahren erfolgreiches System zum nachträglichen Einbau von Horizontalsperren gegen aufsteigende Feuchtigkeit in Wänden ist das Saugwinkelverfahren Crisin. Crisin ist eine sehr dünnflüssige Harzlösung, die in die kleinsten Kapillaren eindringt, diese verstopft und den Baustoff wasserabweisend macht.