Diese Handlungsempfehlung wurde von folgenden Institutionen erarbeitet:

• Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade  Baden-Württemberg
• Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg
• Technische Informationsstelle des Deutschen Maler-  und Lackiererhandwerks
• Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e. V.

Die Auswahl und Darstellung der Information wurde so gewählt, dass Architekten, Handwerker, Gewerbebetriebe, Sachverständige und an dere Fachleute, die Schimmelpilzsanierungen durchführen bzw. beratend begleiten, einen zusammenhängenden Überblick über die Thematik erhalten und die wichtigsten Sachfragen klären können. Aufgrund der Vielschichtigkeit der Ursachen von Schimmelpilzbelastungen in Innenräumen und deren Behebung ist es nicht möglich, konkrete Handlungsempfehlungen für den Einzelfall zu geben. Folglich ist im konkreten Fall eine erfolgreiche Sanierung nur auf der Basis der Kompetenz und des Sachverstandes des Fachmanns durchzuführen.

Geeignete Fachbetriebe zeichnen sich dadurch aus, dass sie über die fachliche Befähigung und Geräteausstattung verfügen und die erforderlichen organisatorischen Maßnahmen ergreifen. In vielen Fällen wird eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachgebieten und Gewerken sinnvoll bzw. zwingend erforderlich sein. Diese Handlungsempfehlung hat nicht zum Ziel Kriterien zur Beurteilung des Ausmaßes eines Schimmelpilzschadens und die Entscheidung über die Notwendigkeit einer Sanierung zu erörtern.

Entsprechende Kriterien für eine Gefährdungseinschätzung wurden bereits in dem „Leitfaden zur Vorbeugung, Untersuchung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzwachstum in des Umweltbund esamt“ (2002) und in dem abgestimmten Ergebnisprotokoll der Arbeitsgruppe „Analytische Qualitätssicherung im Bereich der Innenraumluftmessung biologischer Schadstoffe“ am Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, 14.12.2001 (überarbeitet Dezember 2004), Schimmelpilze in Innenräumen – Nachweis, Bewertung, Qualitätsmanagement des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg dargelegt. Unter „Sanierung“ wird in der Regel „Instandsetzung“ verstanden (Wiederherstellung des Zustandes unmittelbar vor dem Schadenseintritt). Diese Wahl wurde getroffen, um dem umgangssprachlichen Gebrauch Rechnung zu tragen und Missverständnisse zu vermeiden. Im Falle der Ursachenbeseitigung kann „Sanierung“ jedoch im eigentlichen Sinne des Wortes gemeint sein (notwendige Verbesserung des ursprünglichen Zustandes, beispielsweise durch Anbringen einer Wärmedämmung).

Die Sanierung im Sinne dieser Handlungsempfehlung beinhaltet nicht die gegebenenfalls notwendige Beseitigung von Flüssigwasser aus Bauwerken durch Abpumpen etc. Sollte ein Bedarf an weitergehenden Informationen bestehen, können diese bei den Herausgebern abgerufen werden. Wir empfehlen auch die Lektüre des Leitfaden zur Ursachensuche   und   Sanierung   bei   Schimmelpilzwachstum   in   Innenräumen („Schimmelpilzsanierungs-Leitfaden“) des Umweltbundesamtes 2005 Sämtliche Inhalte der Handlungsempfehlung wurden von den Verfassern nach bestem Wissen und mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Inhaltliche als auch technische Fehler können jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden.